Wirtschaftliche Bedeutung
Wie jede Unternehmung, so muss auch der Regionalflughafen Grenchen mindestens im Gleichschritt mit dem Markt zu wachsen. So kann er seine Aufgabe zugunsten der Wirtschaft in der Region wahrnehmen, und so kann er als Arbeitgeber und Unternehmen selbst erfolgreich sein.
Der Regionalflughafen Grenchen will vornehmlich in der Geschäftsfliegerei wachsen. Das ist wirtschaftlich interessant. Die fliegerische Aus- und Weiterbildung, Arbeitsflüge, Flugsport und touristischer Verkehr bleiben aber wichtig.
Wachstumsmöglichkeiten
Die Flughafeninfrastruktur bietet eine Kapazität von 90‘000 Bewegungen pro Jahr. Dieser Wert wurde in den 90er-Jahren mehrmals erreicht. 2009 zählte man rund 70'000 Bewegungen, rund 7000 davon waren der Geschäftsfliegerei zuzurechnen.
Wenn der Flughafen in diesem Segment wachsen will, braucht es die geplante Pistenverlängerung um 450 Meter nach Osten. Sie erlaubt es, Nutzlast und Reichweite der heute schon hier verkehrenden Geschäftsflugzeuge voll auszunutzen. Dank der Pistenverlängerung können die Geschäftsflugzeuge ökonomisch erfolgreich und effizient, d.h. ökologisch sinnvoll betrieben werden. Das ist für die Flugzeugbetreiber wichtig.
Qualitatives Wachstum
Die Landung eines modernen Geschäftsflugzeuges beansprucht mehr Zeit als die eines Kleinflugzeuges. Wachstum im Geschäftsreiseverkehr reduziert also die Bewegungskapazität. Gleichwohl ist dieses Segment interessant. Das zeigt ein Vergleich: Wenn der Regionalflughafen Grenchen seine verbleibende Kapazität, das sind rund 20‘000 Bewegungen pro Jahr, einzig mit Klein- und Schulungsflugzeugen ausschöpft, kann er rund 100‘000 Franken zusätzlichen Cash Flow erwirtschaften. Im Geschäftsreiseverkehr führt die Hälfte dieser Bewegungen zu einem mehr als dreimal höheren zusätzlichen Cash-Flow. Das ist qualitatives Wachstum.
Details zu diesen Überlegungen können dem Masterplan 2020 entnommen werden (siehe „Projekt Piste/Veröffentlichungen“, Seiten 15 und 16).

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